Meine Pferde

Tipps und Tricks/Offenstallhalltung


TIPP1:

Lernst du deinem Pferd etwas Neues, so beginne immer mit etwas was es gut kann und beendete deine Übungsphase genauso. So erhälts du die Motivation deines Tieres. (Gilt nicht nur für Pferde, sondern alle Tiere und auch beim Menschen.)

 

TIPP2:

Als Lebensraum bevorzugen Pferde offenes Gelände, sie finden sich in Savannen und Steppen, aber auch in trockeneren Gegenden wie Halbwüsten und Wüsten. Nur der Waldtarpan war in Europa überwiegend Waldbewohner. Berücksichtige das bei der Fütterung. Das Pferd ist keine Kuh, die fettes, kleereiches Gras benötigt. Das Gras der Steppe ist ballaststoffreich und eiweissarm und eher dürr.

 

TIPP3:

Boxenhaltung ist a la long Gift für dein Pferd. Es atmet den Ammoniak seiner Ausscheidungen ein, der die feinen Härchen seiner Luftröhre zerstört, die den Staub abhälten. Du produzierst damit ein hustendes Pferd mit Lungenprobleme. Bedenke: Umgerechnet auf das Gewicht des Menschen, wäre es, als ob du die ganze Zeit am WC eingesperrt bist und das ohne Spülung. (350kg Pferd auf rund 10m² Box entspricht 2 m² WC bei einem 70kg-Menschen!) Gönne deinem Pferd soviel Frischluft und Bewegung wie möglich. In der freien Wildbahn bewegen sich Pferde 14-16 Stunden täglich im Schritt und das viele Kilometer weit bei ihrer Futtersuche. Du belohnst dich selbst mit einem ausgeglichenen, gesunden Pferd.

 

 

Offenstall-/Robusthaltung

Zusammenfassung eines Artikels auf:http://www.pferdewissen.ch/haltung.php

Die Haltung im Offenstall deckt die Bedürfnisse des Pferdes am besten ab – durchdachte und gut organisierte Haltung vorausgesetzt

Merkmale

Pferde, die robust gehalten werden, leben das ganze Jahr über im Freien. Sie können sich rund um die Uhr bewegen wie sie wollen und haben uneingeschränkten Kontakt zu den anderen Herdenmitgliedern. Neben einem Auslauf und evtl. angeschlossenen Weiden gibt es zumindest einen Unterstand, wo die Pferde bei schlechter Witterung Schutz finden. Dieser Unterstand kann von einer einfachen Weidehütte, die auf einer Seite offen ist, bis zu einem Stall mit verschiedenen Funktionsbereichen hinreichen.


Beispiel

Dieser Offenstall hat verschiedene Funktionsbereiche, die voneinander getrennt sind. Es gibt einen eingestreuten Liegebereich, der so gross ist, dass sich die Pferde nicht gegenseitig in die Quere kommen, was zu vermehrten Auseinandersetzungen führen würde. Vom Liegebereich getrennt gibt es mehrere Fressbereiche. Einerseits stehen im Aussen-bereich Heuraufen, daneben gibt es aber auch noch Fressstände. Fressstände sind so gebaut, dass sie auch rangniederen Pferden die ungestörte Nahrungsaufnahme ermöglichen und wenn nötig können die Stände auch zugemacht werden um sicherzustellen, dass jedes Pferd sein Futter frisst und nicht ein Pferd das Kraftfutter von zweien verschlingt. Das ist auch praktisch, wenn ein Pferd Medikamente oder Zusatzfutter beigemischt bekommt.
In diesem Stall gibt es verschiedene Bodenbeläge, weil das gut für die Hufe ist. Ein mit Holzhäckseln oder Sand aufgefüllter Bereich bietet den Pferden die Möglichkeit, sich zu wälzen. Manche Pferde legen sich auch dort zum Ruhen hin. 

 

Was man beachten sollte

In einen Offenstall muss für alle Pferde genügend Platz vorhanden sein. Sonst kommt es zu unnötigen Auseinandersetzungen und ältere und rangniedrige Pferde werden endlos umhergescheucht und kommen nie zur Ruhe. Um dem entgegenzuwirken muss zudem jeder Funktionsbereich über mindestens zwei Zugänge verfügen. Bewährt haben sich auch Raumteiler, die rangniederen Tieren Rückzugsmöglichkeiten bieten. Kein Winkel im Stall sollte kleiner als 90° sein, damit kein Tier von einem anderen in die Enge getrieben werden kann - gilt auch für Koppel und Weide.
Zu jedem Offenstall gehört ein befestigter Bereich. Normaler Grasboden verwandelt sich in unseren Breitengraden während des Winterhalbjahrs oder bei anhaltendem Regenwetter recht schnell in ein Schlammloch.
Es ist von Vorteil, wenn sich der Fressbereich nicht unmittelbar neben dem Liegebereich befindet und der Weg dorthin und wieder hinaus auch nicht durch den Liegebereich führt. Der Liegebereich bleibt so sauberer.
Wie wir auch, bewegen sich Pferde meist nicht mehr als nötig. Wenn Futter, Wasser und Liegebereich nahe beieinander liegen, bewegen sich die Pferde nicht allzusehr; auch wenn sie viel Platz zur Verfügung hätten. Ihr Körper ist aber auf ständige Bewegung ausgerichtet; In der freien Natur legen Pferde täglich mehrere Kilometer zurück beim Grasen und um zur nächsten Wasserstelle zu gelangen. Die Pferde sollten deshalb im Offenstall möglichst zu ständiger Bewegung gezwungen sein, in dem man die verschiedenen Funktionsbereich weit voneinander trennt.
Robustpferde bilden eine natürliche Schutzschicht aus Talg im Fell. Sie sorgt dafür, dass Feuchtigkeit von aussen nicht bis zur Haut durchdringt. Übergründliches Putzen und v. a. Waschen zerstört diese Schicht. Sattel- und Gurtlage sowie die Stellen, an denen der Zaum aufliegt müssen aber auf jeden Fall pieksauber sein, damit keine Druck- und Schauerstellen entstehen.
Besonderes Augenmerk gilt bei der Gruppenhaltung immer der Gruppenzusammenstellung. Die Pferde sollten sich weitgehend vertragen, da ansonsten ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht und die Tiere unter Stress stehen.

 

Vorteile

Die Offenstallhaltung deckt die Bedürfnisse des Pferdes ausreichend ab. Es ist auch nicht so schlimm, wenn man es mal an einem Tag nicht bewegen kann, da es im Offenstall frei herumlaufen kann. Robustpferde sind gesünder und leistungsfähiger als Stallpferde. Sie arbeiten besser mit, sind zufriedener und ausgeglichener.

 

Nachteile

Die Offenstallhaltung in der Gruppe eignet sich nicht für Betriebe mit häufigem Pferdewechsel, da neue Pferde immer eine gewisse Unruhe in die Gruppe bringen bis die Rangordnung festgelegt ist.
Robustpferde bilden im Winter ein dichtes Winterfell, wodurch die Pflege etwas aufwändiger wird und die Pferde beim Reiten schneller schwitzen.

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